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DerAlexX2

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1

Tuesday, June 2nd 2020, 8:18pm

Richtig einwintern und generell richtig länger stehen lassen

Hallo Leute,
eigentlich war ja mein Seat Leon mein Liebhaberauto, das im Winter in der Garage stand. Da ich jetzt ja auch einen Copen habe, wird der aber umfunktioniert zum Alltagsauto und der Copen wird zum Saison-Garagen-Kfz.

Jetzt habe ich leider am Leon fürchterliche Standschäden, die ich am Copen natürlich vermeiden möchte. Vor allem die Bremsen, die eigentlich 2 Monate neu waren, habe ich mir so versaut. Die sind verrostet, fest und müssen samt Sättel komplett wieder erneuert werden, ein sehr teurer Spaß. Auch am Unterboden hatte ich einige kaputte Halterungen. Alles sehr ärgerlich und dass wo man doch das Auto eigentlich aus Liebe abstellt.

Der Copen ist ja sicher nicht weniger empfindlich.Wie vermeidet ihr solche Stand-Schäden (vor allem an den Bremsen)? Ich bin ja generell jemand, der sein Auto nicht jeden Tag bewegt, sondern auch mal 1-2 Wochen stehen lässt. Bei einem Schönwetter-Fahrzeug wie dem Copen wird das sogar wohl noch mehr der Fall sein.

Ich wasche meine Autos immer per Hand und trockne dann mit einem Trockentuch alles fein ab, auch Türen etc. Nur sowas wie Bremsen habe ich offenbar nicht bedacht. Zwar fahre ich nach der Wäsche noch ein gutes Stück bis nach Hause oder zur Garage, das reicht eventuell nicht um auch die Bremsen frei von Wasser zu kriegen bzw. bremse ich wohl zu sanft. Was meint ihr? Wie fahrt ihr richtig trocken?

Luftfeuchte kommt ja außerdem auch so in eine Garage rein. Wie kann man da am besten vorbeugen oder sollte man den Wagen sogar zwischenzeitlich doch mal bewegen?

LG
Alex
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Gerd W.

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2

Wednesday, June 3rd 2020, 1:13pm

Einmotten

Hallo Alex,

nach dem Waschen die Bremsen trocken bremsen, sollte eigentlich genügen.
Die Scheibenbremsen des Copen fangen allerdings schon bei leichtem Wasserkontakt an zu rosten -also am Besten die Bremsscheiben
noch mit einem trockenen Lappen abreiben.

Ansonsten bei längerem Abstellen die Batterie mittels Trennschalter vom Bordnetz abtrennen oder zur Winterpause ausbauen und 1x im Monat laden.
Benzinstabillisator in den Tank und volltanken -in der Garage aus dem Reservekanister bis zum Rand auffüllen, da der Copen einen Stahltank hat.
Reifendruck auf 3bar erhöhen, Handbremse nicht anziehen, sondern Gang einlegen und Fahrzeug mit Baumwollgarage abdecken.

Einige Leute empfehlen, den Wagen ab und zu bei trockenen, salzfreien Straßen richtig warm zu fahren um Standschäden zu vermeiden -kann man machen,
aber bei 6 Monaten Standzeit ist bei mir noch nie ein Schaden aufgetreten.

Grüße Gerd

XR3i

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Saturday, June 6th 2020, 2:41am

Hallo!
Sehr gute Tipps sind das bis jetzt.
Ich tendiere dann allerdings noch zu Standrädern.
Alternativ kann man aber auch 4 Stück Polystyrol in entsprechender Größe nehmen auf denen man parkt.
Dabei verteilt sich der Druck etwas besser auf eine größere Fläche des Reifens.
Ich habe bis jetzt noch keine Probleme gehabt meinen Copen nach rund 6 Monaten aus dem Winterschlaf zu holen.
Im Moment steht meiner seit April 2016 schön eingemottet in einer Garage und ist vergangenes Wochenende ohne Probleme nach wenigen Startvorbereitungen angesprungen.
(Ich habe die Zündkerzen herausgedreht und erstmal etwas mit dem Starter gedreht damit wenigstens etwas Öl im Kreislauf ist und vor allem schon Druck am Kettenspanner anliegt. Hierbei scheiden sich allerdings auch die Geister, manche machen es so wie ich, andere meinen wenn er im Standgas läuft wäre der Öldruck schneller da,... Das ist eine Glaubensfrage.)
Grüße

Sproaks

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Saturday, June 6th 2020, 12:02pm

Hier mal meine Checkliste:

1. Termine:
Fallen in der Ruhezeit HU oder AU an? Sind Inspektionen fällig? Garage vorbereitet?
2. Reinigen:
Eine gründliche Wäsche, eventuell Politur, Innenreinigung und Beseitigung jeglicher Rückstände
innen wie außen gehören natürlich an allererster Stelle dazu.
3. Konservierung:
Den Lack wachsen, Hohlräume konservieren, Unterbodenschutz kontrollieren bzw. ausbessern,
Chromteile mit Paraffin oder Fluid-Film schützen, Blech wachsen.
4. Garage:
Ideale Lagerbedingungen verspricht eine trockene, gut durchlüftete Garage. Die Fenster (sowohl
der Garage als auch des Fahrzeugs) sollte man einen Spalt offen lassen.
5. Benzin:
Vor der Einwinterung sollte man durch eine größere Ausfahrt den Motor und Öle gut auf
Betriebstemperatur bringen. So wird auch Kondenswasser aus Auspuff und Brennräumen ver-
drängt. Dann den Tank randvoll füllen und den Motor nicht mehr starten! Sonst bildet sich erneut
Kondenswasser. Anschließend dem Benzin einen Benzin-Stabilisator (z.B. von LiquiMoly) hinzuge-
ben, damit es über Winter nicht an Oktan verliert.
6. Motor (erst bei Standzeiten ab ca. sechs Monaten nötig):
Zündkerzen herausdrehen und Motor-Innenkonservierer (z.B. von LiquiMoly), WD40 oder Rostlö-
ser durch die Zündkerzenbohrungen in die Brennräume spritzen!
7. Flüssigkeiten:
Flüssigkeiten (Scheibenwischwasser, Kühlwasser) auf Frostschutz prüfen!
8. Versiegeln:
Damit kein Kondenswasser in Motor und Auspuff gelangen können, verstopft man die Auspuffen-
den mit ölgetränkten Lappen. Auch die Luftansaugöffnung freut sich über einen Lappen.
9. Batterie:
Batterie über Winter am besten ausbauen und an einen sog. „Akku-Jogger“ anschliessen oder alle
vier bis sechs Wochen nachladen.
10.Gummis, Dichtungen und Gelenke:
Damit die Dichtungen in der kalten Jahreszeit nicht hart und spröde werden, empfiehlt es sich, sie
mit Fett oder Silikon zu behandeln. Bei warmer trockener Garage kann es sinnvoll sein, die Dich-
tungen durch Öffnen von Türen und Fenstern zu entlasten. Auch das Einfetten von Gelenken an
Hauben und Türen beugt Sorgen vor.
Scheibenwischer sollten vor dem Winterschlaf abgeschraubt oder hochgeklappt werden, damit
keine Verformungen des Gummis auftreten.
11.Innenraum:
Trockene Luft im Innenraum erhält man durch eine Schale Spülmaschinensalz oder Kaffeepulver
12.Reifen:
Um über Winter keine „Standplatten“ zu bekommen, gibt es mehrere Möglichkeiten:
- Fahrzeug auf einem Satz alter Reifen abstellen,
- Reifendruck auf 3 bar erhöhen und ab und zu etwas hin- und herrollen,
- Fahrzeug an geeigneten Aufhängungsteilen aufbocken oder
- „Reifenschuhe“ verwenden bzw. Platten aus Styrodur verwenden.
13.Abdeckung:
Keine wasserdichten Kunststofffolien verwenden, da diese den Lack verkratzen können. Eine Al-
ternative sind luftdurchlässige Tücher, die aber staubdicht sein sollten. Den besten Schutz bieten
flanellierte Naturfasern in sehr dicker Ausführung.
Professioneller sind spezielle Auto-Schonbezüge (z.B. von J.F. Stanley & Co.). Die beste und teu-
erste Lösung ist die Verwahrung im Permabag. Dieser große Frischhaltebeutel für Autos ist staub-
dicht und sorgt durch Entwässerungszylinder für ein trockenes Klima.
14.Bremsen:
Die Bremsen sollten in jedem Fall gelöst sein, damit diese nicht festrosten können!
15.Schlafen lassen:
Motor ruhen lassen! Eventuell kann es sinnvoll sein, die Kurbelwelle ab und zu von Hand etwas
weiterzudrehen - starten sollte man das Triebwerk aber nicht!
16.Besuch:
Der wöchentliche Besuch inklusive Streicheleinheiten ist freilich obligatorisch! ;)

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Saturday, June 6th 2020, 7:45pm

Scheibenwischer sollten vor dem Winterschlaf abgeschraubt oder hochgeklappt werden, damit
keine Verformungen des Gummis auftreten.
... oder man klemmt entsprechend abgelängte von Heißkleberstangen drunter. Dann geht auch der "Pyjama" drüber!

index.php?page=Attachment&attachmentID=19411

Der wöchentliche Besuch inklusive Streicheleinheiten ist freilich obligatorisch!
Das ist der wichtigste Punkt! :love:
Grüße vom Alpenrand

Birger

Ur-Copen - das Original! :O ... und noch einer :rolleyes: ... und "Lola"

Gerd W.

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Monday, June 8th 2020, 6:06pm

Sproaks Checkliste

Hallo Sproaks,

Respekt -Deine Checkliste ist wirklich sehr gut durchdacht und perfekt.

Wenn Du gestattest, hätte ich aber noch ein paar kleine Anmerkungen dazu:

Punkt 3. Konservierung
-Die Hohlräume braucht man z.B. bei der Verwendung von Mike Sanders oder Fluidfilm nicht jedes Saisonende zu behandeln -das sollte ein paar Jahre halten.
-Unterschied Lack wachsen, Blech wachsen?

Punkt 5. Benzin
Ich würde vor der letzen Ausfahrt den Benzinstabillisator hinzufügen -dann verteilt er sich besser als im Stand und kann die gesamte Einspritzanlage mit konservieren.

Punkt 9. Batterie
-Ladeerhaltungsgerät ist nicht so gut, da die Batterie nur eine begrenzte Anzahl an Ladezyklen verträgt.
Besser ist es, sie dann vollzuladen, wenn die Spannung auf 12,1V gefallen ist -wenn voll, sofort vom Ladegerät trennen.

Punkt 11. Innenraum
-Statt Salz würde ich Katzenstreu nehmen. Kaffee ist mehr zum Gerüche neutralisieren, als für Feuchtigkeit verhindern.

Punkt 12. Reifen
-Auto aufbocken. Ein Tipp aus der Gründerzeit des Automobilismus, um die Reifen zu schonen und weil Blattfedern gern schon nach wenigen Kilometern durchhingen. Für Fahrzeuge mit moderneren Fahrwerken aber kontraproduktiv, denn voll angehoben sind die Gummimetallbuchsen der Achslenker bis zur Grenze ihrer Elastizität vorgespannt.

Aber sonst ist die Liste komplett und man kann sie sich ausdrucken und in die Garage hängen -danke für Deine Mühe.

Gruß Gerd

Sproaks

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Monday, June 8th 2020, 6:28pm

Hallo Gerd,
danke für die Blumen aber die Liste kommt initial nicht wirklich von mir, ich hab sie lediglich etwas angepasst und erweitert.

Danke für deine Anmerkungen. Meine Kommentare dazu:

zu 3.:
Das stimmt, mach ich auch nicht jedes Jahr
zu 5.:
Ich hau das Zeug beim letzten Tankvorgang rein, so ist es gemeint. Die paar Kilometer nach Hause reichen aus meiner Sicht für eine ausreichende Durchmischung. Aber vor der letzten Ausfahrt geht natürlich auch, so lange die Tour nicht allzu lange ist.
zu 9.:
Interessant, ich habe es genau anders herum gehört. Nur 1-2x über den Winter laden ist wohl nicht so gut wie regelmäßige Ladezyklen, da die Batterie darauf ausgelegt ist. Ich denke, mit dem Thema lässt sich gut auch ne Doktorarbeit füllen ;)

Wichtig ist aus meiner Sicht halt, eine Tiefenentladung zu verhindern bzw. das Auto dann im Frühling dann auch wieder vernünftig starten zu können.
zu 11.:
Klar, da gibts n Haufen Möglichkeiten. Ich nutze halt Spülmaschinensalz und Kaffee. Kaffee entfeuchtet wirklich auch sehr gut UND riecht gut :)
zu 12.:
Ich nutze konkret die 3 Bar-Methode und bewege das Auto alle 2-3 Wochen auf eine andere Stelle. Hatte mit dieser Variante nie Probleme damit. Dauerhaft aufbocken würd ich jetzt auch nicht machen (diese Textpassage kommt nicht von mir und ich war zu faul, es rauszulöschen).
Grüße

Ralle

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Monday, June 8th 2020, 8:23pm

Für Fahrzeuge mit moderneren Fahrwerken aber kontraproduktiv

... hinzu kommt noch, dass meistens die Stoßdämpfer der Anschlag beim Ausfedern sind und sie das lange "hängen" im Frühjahr mit Ölundichtigkeit quittieren könnten. Besser ist es in der Tat, ein paar olle Räder im Winter draufzustecken.
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... es ist nicht wichtig, wie schnell ein Auto ist - aber wie es schnell ist ...

Viele Grüße aus Oberbayern....
von Ralf und seinem "neuen Prinz"

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